DAS GROßE FRESSEN

Für sexuelle Ausschweifungen engagieren sie außerdem einige Prostituierte. Die etwas moppelige Lehrerin Andrea findet an den ganzen Sauereien Gefallen. Am Ende, damit wird nicht zu viel verraten, haben die vier dekadenten Herren mit ihrer Dauervöllerei auch den verdienten Erfolg: Einer nach dem anderen reicht den Abschied ein...

 

 

Marco Ferreris bitterböse Satire ist eine Parabel auf die Überflussgesellschaft und ihre Auswüchse. Dabei bedient er sich bewusst äußerst grober Mittel. Das Resultat kann naturgemäß nicht jedermanns Geschmack sein, aber das soll es auch nicht. Im Stil eines barocken Weltuntergangsgemäldes bietet der Film eine Reflexion von ethischen Fragen und eine Kritik an modernem Hedonismus. Sehenswert ist er zudem, weil er alles in allem ein typisches Produkt der Siebzigerjahre ist. In unserer heutigen Zeit, in der auch im Film eine vordergründige "political correctness" als höchstes aller Ziele gilt und niemand beleidigt werden darf, wäre ein Film wie "Das große Fressen" kaum vorstellbar. (prisma)

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AB - JAHREN / 130 MINUTEN